Gwangju Folly IIUrsprnglich aus dem englischen Landschaftsgarten des 18. Jahrhunderts stammt der Bautypus der Folly, wrtlich einer Narretei, also eines nicht ganz ernst gemeinten, hufig funktionslosen Zierbaus, der zumeist als Blickfang diente. Architekten, Knstler und Literaten nutzten Follies als frivole Staffage, als Orte der Satire und des Wahns auerhalb gesellschaftlicher Normen und Zwnge, aber auch als Medium fr ihr Streben nach sthetischer Autonomie und
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Ursprünglich aus dem englischen Landschaftsgarten des 18. Jahrhunderts stammt der Bautypus der »Folly«, wörtlich einer Narretei, also eines nicht ganz ernst gemeinten, häufig funktionslosen Zierbaus, der zumeist als Blickfang diente. Architekten, Künstler und Literaten nutzten Follies als frivole Staffage, als Orte der Satire und des Wahns außerhalb gesellschaftlicher Normen und Zwänge, aber auch als Medium für ihr Streben nach ästhetischer Autonomie und sozialpolitischer Veränderung. In die Stadt von heute transponiert, werden Follies zu Gradmessern für das Transformationspotenzial des öffentlichen Raums. Die Gwangju-Biennale in Südkorea gibt international renommierten Architekten, Schriftstellern und Künstlern alljährlich dazu Gelegenheit. Der Band präsentiert die acht neuen Follies in Form eines Glossars und stellt die von Nikolaus Hirsch, Philipp Misselwitz und Eui Young Chun kuratierten Projekte als »foolosophy« in einen umfassenden kulturellen Kontext.